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Schlaf & Angst

Ratgeber

Sleepmaxxing und Orthosomnie: Wenn Schlaftracking den Schlaf verschlechtert

Wearables wie Oura, Apple Watch oder Whoop sind beliebt — doch Schlafforscher:innen warnen: Der Drang, Schlaf perfekt zu optimieren, kann selbst Schlafprobleme auslösen. Dieses Phänomen nennt sich Orthosomnie.

Ratgeber3 Min. Lesezeit

Was ist Orthosomnie?

Orthosomnie beschreibt den Zwang, „perfekt" zu schlafen. Betroffene kontrollieren jede Zahl, jede Schlafphase — und entwickeln dadurch Schlafangst, ein erhöhtes nächtliches Arousal sowie Ein- und Durchschlafprobleme.


Warum warnen Expert:innen?

Studien zeigen: Wearables sind oft ungenau, der Fokus auf Zahlen erhöht den Stress, und Menschen schlafen nachweislich schlechter, wenn sie glauben, schlecht geschlafen zu haben — selbst wenn die Daten falsch sind.

Wie entsteht Sleepmaxxing?

  • tägliches Tracking
  • Vergleiche mit „optimalen" Werten
  • Selbstoptimierungsdruck
  • Angst vor Abweichungen

Behandlung

Was hilft?

In der Therapie (KVT-I & ACT-I) wird der Fokus wieder auf das Verhalten statt auf Zahlen gelegt:

Kontrollverhalten abbauen

Statt an Zahlen zu arbeiten, wird wieder am Verhalten angesetzt.

Arousal senken

Techniken zur Beruhigung des übererregten Nervensystems.

Vertrauen in den eigenen Körper stärken

Weg vom Kontrollzwang, hin zu einem verlässlichen Körpergefühl.

Fazit: Schlaf ist ein biologischer Prozess, kein KPI. Manchmal hilft es, die Uhr abzulegen.

Quellen

  • Baron, K. G., Abbott, S., Jao, N., Manalo, N., & Mullen, R. (2017). Orthosomnia: Are some patients taking the quantified self too far? Journal of Clinical Sleep Medicine, 13(2), 351–354.
  • Makin, S. (2020). The problem with sleep trackers. Nature.
  • Meltzer, L. J., Hiruma, L. S., Avis, K., et al. (2015). Comparison of a commercial accelerometer with polysomnography and actigraphy in children and adolescents. Sleep.

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